Projektausschreibung für dsj-Mitgliedsorganisationen im Rahmen der Strategie 2022-2024


Quelle: CNOSF/ KMSP

Die Deutsche Sportjugend (dsj) hat in Kooperation mit dem Comité National Olympique et Sportif Français (CNOSF) und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) eine Projektausschreibung auf den Weg gebracht, die sportliche Großereignisse in den Jahren 2022 bis 2024 zum Ausbau der deutsch-französischen Begegnungen im Sport in den Fokus rückt.  

Gerade die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Paris, bieten eine ausgezeichnete Gelegenheit, neue Maßnahmen und Aktionen zu entwickeln. Die Attraktivität der Spiele und die Begeisterung dafür, können genutzt werden, um dem deutsch-französischen Austausch nach dem coronabedingten Rückgang neuen Schwung zu verleihen, innovative Projekte zu entwickeln und neue Zielgruppen zu inspirieren. 

Die Projektausschreibung „2024 – Die deutsch-französische Flamme neu entfachen“ läuft vom 1. April 2022 bis 31. Dezember 2024. Antragsberechtigt sind die dsj-Mitgliedsorganisationen. Anträge können in den folgenden beiden Schwerpunkten gestellt werden:  

A: Projekte für Multiplikator*innen der Jugendarbeit im Sport, die Ihnen ermöglichen, die Anzahl an Jugendaustauschen zu erhöhen und ein neues Publikum zu erreichen.  

oder  

B: Pilotprojekte im Rahmen sportlicher Großereignisse oder innovative Projekte im Zusammenhang mit den Olympischen und Paralympischen Spielen durchzuführen. 


Ziele und Zielgruppen

Die vorliegende Projektausschreibung richtet sich an die Mitgliedsorganisationen der dsj (Spitzenverbände, Landessportjugenden und Verbände mit besonderen Aufgaben und die DOSB nahen Institutionen wie z.B. die DOA) und des CNOSF (Spitzenverbände) sowie an die dezentralen Organe des CNOSF (Comités Régionaux Olympiques et Sportifs). Ziel der Projektausschreibung ist es, die Mitgliedsorganisationen beim Aufbau neuer Partnerschaften oder deutsch-französischer Pilotprojekte in den Jahren 2022-2024 zu unterstützten und zu begleiten.


Förderfähige Projekte

Als förderfähig gelten sämtliche Maßnahmen, die die Sicherstellung der Förderung der olympischen Werte in deutsch-französischen und trilateralen Austauschen in den Vordergrund stellen. Grundlage hierfür bilden die vom DFJW ausgewiesenen förderfähigen Teilnahmeländer für trilaterale Programme des DFJW.

In diesem Zusammenhang können durch die Nutzung der Attraktivität sportlicher Großereignisse, deutsch-französische und trilaterale Projekte wieder belebt und ausgebaut sowie auch das deutschfranzösische Tandem als Motor der europäischen Integration durch den Sport gestärkt werden.

Kooperationsmaßnahmen mit Organisationen aus anderen Bereichen (Kultur, Schulen, Universitäten etc.) zu innovativen Projekten und neuen Austauschformaten sind möglich und willkommen.

Des Weiteren kann die Anziehungskraft von Paris 2024 genutzt werden, um den Trägern die Möglichkeit zu bieten, verstärkt Jugendliche für deutsch-französische und trilaterale Jugendaustausche im Sport zu gewinnen, die sonst nicht oder nur schwer erreicht würden.

Die von den Trägern eingereichten Projekte sollen sich in einem der beiden nachstehend genannten Schwerpunkte widerspiegeln und die Nutzung der Attraktivität sportlicher Großereignisse, wie die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Paris beinhalten - entsprechende Projektbeispiele gehen aus dem nachfolgenden Abschnitt hervor:

A: Projekte für Multiplikator*innen der Jugendarbeit im Sport, die Ihnen ermöglichen, die Anzahl an Jugendaustauschen zu erhöhen und ein neues Publikum zu erreichen.

Förderfähig sind in diesem Schwerpunkt alle Projekte, die auf die Förderung und Begleitung der Umsetzung deutsch-französischer oder trilateraler Jugendaustausche im Sport abzielen (z.B.: Partnerbörse der Landesverbände für ihre eigenen Strukturen, Partnertagung, Schulung/Fortbildung, Informationsveranstaltung, Studienreise oder Fachkräfteaustausch, Publikationen / Veröffentlichungen, Kommunikationsmaßnahmen, Veranstaltungen und Tagungen, Vernetzungsplattform, usw.).

ODER

B: Pilotprojekte im Rahmen sportlicher Großereignisse oder innovative Projekte im Zusammenhang mit den Olympischen und Paralympischen Spielen durchzuführen.

Förderfähig sind in diesem Schwerpunkt alle spezifischen und innovativen Projekte, die einen thematischen Bezug zu den Olympischen und Paralympischen Spielen und deren Vorbereitung haben (z.B. Ausstellungen, Olympische Jugendlager, Wettbewerbe, Seminare, Konferenzen, Forschungs- oder Studienprojekte, Veranstaltungen und Tagungen, Arbeitsmaterialien zu olympischen Werten im deutsch-französischen Austausch, Plakatwettbewerbe zum Thema deutsch-französische Freundschaft und Paris 2024 usw.).

Die oben benannten Maßnahmen (Schwerpunkte A und B) können im Präsenzformat oder digital bzw. hybrid durchgeführt werden.


Laufzeit der Projektausschreibung

Die Projektausschreibung „2024 - Die deutsch-französische Flamme neu entfachen“ läuft vom 01.04.2022 bis 31.12.2024. Anträge können ausschließlich im Rahmen der Laufzeit gestellt werden.


Förderung

Höhe der Förderung

Die Zuschüsse können entsprechend der nachfolgend aufgeführten Kategorien beantragt werden. Eigenleistungen der Projektträger können durch Drittmittel und sonstigen Spenden oder Zuschüsse eingebracht werden. Eine Doppelförderung aus Mitteln des DFJW sowie aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) ist ausgeschlossen.

• Kategorie 1 – Projekte bis 15.000€

Der Zuschuss kann bis zu einer Höhe von 100 % der förderfähigen Ausgaben des Projekts gewährt werden.

• Kategorie 2 – Projekte über 15.000€ bis 25.000€

Der Zuschuss kann bis zu einer Höhe von 90% der förderfähigen Ausgaben des Projekts gewährt werden.

• Kategorie 3 – "Leuchtturmprojekte" über 25.000€

Der Zuschuss kann in Form einer Fehlbedarfsfinanzierung bis zu einer Höhe von 80% der förderfähigen Ausgaben des Projekts gewährt werden, beträgt maximal jedoch 50.000€. Leuchtturmprojekte der Kategorie 3 haben einen hohen qualitativen Anspruch. Leuchtturmprojekte werden durch ein Auswahlgremium bewertet. Dieses setzt sich zusammen aus Vertreter*innen der dsj, des CNOSF und des DFJW.

Förderfähige Ausgaben

Die Förderung erfolgt im Sinne einer Fehlbedarfsfinanzierung. Der gesamte Zuschuss wird an den Träger ausgezahlt (und nicht an einzelne Teilnehmer*innen).

Zu den förderfähigen Ausgaben zählen …

1. Fahrtkosten (Im Zuge der Nachhaltigkeit sind bevorzugt öffentliche Verkehrsmittel (Bus und Bahn) zu nutzen und mögliche Ermäßigungen (Sparpreise, BahnCard Rabatte etc.) in Anspruch zu nehmen. Bei der Nutzung von PKWs3 sind Fahrgemeinschaften zu bilden)

2. Aufenthaltskosten (Unterkunft und Verpflegung)

3. Programmkosten (Eintritt zum Rahmenprogramm, Honorare für Teamer*innen und Referent*innen, Mieten (Räumlichkeiten, Material, PKWs/Bus), Fahrtkosten vor Ort, Lizenzen (anteilig), pädagogisches Material, Kommunikationskosten (z.B. Flyer, Plakate, Gruppen-Einkleidung), Versicherungen für TN etc.) Sprachförderung / Sprachanimation; Kosten für Dolmetscher*innen

4. Honorare für Dienstleistungen (z.B. Layout/Design, Organisation etc.)

5. Verwaltungskostenpauschale (5% der förderfähigen Gesamtausgaben)

Das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit muss Beachtung finden!


Was ist nicht förderfähig?

Nicht förderfähige Projekte:

- Touristische Fahrten, Freizeit- und Erholungsreisen,

- Maßnahmen organisiert von Strukturen, die nicht Mitgliedsorganisation sind.

- Die Organisation oder die Teilnahme an reinen (internationalen) Wettkämpfen oder Turnieren, ohne Austausch/Begegnung mit der Partnerorganisation.

Nicht förderfähige Ausgaben:

- Investitionskosten wie Materialkauf oder die Entwicklung von eigenen Anwendungen

- Taxikosten

- Alkoholische Getränke, Pfand


Antragsverfahren

Anträge können nur im Rahmen der Projektlaufzeit gestellt werden.

Ein Projektträger kann mehrere Förderanträge im Rahmen dieser Projektausschreibung einreichen. Pro Projekt/Begegnung ist allerdings nur ein Antrag zulässig. Es obliegt den am Projekt beteiligten Partnern, ob der Partner aus Deutschland oder Frankreich den Antrag stellt.

Anträge sind mit dem hierfür vorgesehenen Antragsformular zu stellen. Zum Antrag gehört zudem ein Kosten- und Finanzierungsplan, ein Programmentwurf im Tabellenformat bzw. eine Kurzbeschreibung der geplanten Maßnahme sowie die Erläuterungen zum pädagogischen Konzept. Das Antragsformular sowie die dazugehörenden Anlagen können digital eingereicht werden.

Fristen für die Antragstellung

Anträge sind spätestens zwei Monate vor Beginn der Maßnahme für das jeweilige Haushaltsjahr bei den zuständigen Zentralstellen (dsj oder CNOSF) einzureichen.

Auswahl

Die zu fördernden Projekte werden gemäß der in dieser Projektausschreibung genannten Ziele und Kriterien sowie der zur Verfügung stehenden Mittel ausgewählt. Ein genereller Anspruch auf Förderung besteht nicht, auch wenn die Kriterien dem Grunde nach erfüllt wurden.

Abschlagszahlung

Der Zuschuss kann nur ausgezahlt werden, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen. Vor Beginn des Projekts kann ein angemessener Abschlag (60%) ausgezahlt werden. Abschlagszahlungen unter 1.500 € werden nicht geleistet. In diesen Fällen werden Zuschüsse erst nach Bearbeitung des Verwendungsnachweises überwiesen. Ein eventueller Restbetrag wird erst nach Vorlage des Verwendungsnachweises ausgezahlt. Findet ein Projekt nicht statt, so ist dies der Zentralstelle unverzüglich anzuzeigen; gezahlte Abschläge sind unaufgefordert zurückzuzahlen.

Gezahlte Abschläge sind nicht zurückzuzahlen, wenn das Projekt innerhalb eines gleichen Haushaltsjahres verschoben wird. Ohne ausdrückliche und vorherige Zustimmung der Zentralstelle darf der Zuschuss nicht zu einem anderen als dem vorgesehenen Zweck verwendet werden.


Downloads

Die vollständige Projektausschreibung finden Sie HIER.

Das Antragsformular steht HIER zum Download bereit.


dsj und CNOSF-Ansprechpersonen

Carina Weber-Bougherfa (dsj)

Isabelle Dibao-Dina (dsj)



Seite drucken